Fragen und Antworten zu Geranien

Was sind Geranien?

Streng genommen verstehen Botaniker unter Geranien die Pflanzen der Gattung Storchschnäbel (Geranium). Im allgemeinen Sprachgebrauch meinen die meisten Hobbygärtner aber die Pflanzengattung der Pelargonien (Pelargonium), wenn sie von Geranien sprechen. Diese stammen ursprünglich aus Südafrika, werden aber bereits seit mehreren hundert Jahren in Europa als Zierpflanzen gezüchtet. Hier sind sie aufgrund ihrer Genügsamkeit, Blühfreudigkeit und den vielen verschiedenen Arten und Sorten beliebte Pflanzen für den Garten und den Balkon. Einige Arten von Edel-Geranien eignen sich außerdem auch als Zimmerpflanze.

Welche Arten von Geranien gibt es?

Durch die jahrzehntelange Züchtung gibt es mittlerweile zahlreiche verschiedene Varianten von Geranien. Zu den wichtigsten gehören die stehenden Geranien, die bis zu 40 Zentimeter hoch werden und die hängenden Geranien, die lange Ausläufer mit zahlreichen Blüten bilden. Edel-Geranien, auch englische Geranien genannt, fallen mit besonders großen Blüten auf, sind aber auch empfindlicher als andere Sorten. Bei Duft-Geranien liegt das Augenmerk hingegen nicht ausschließlich auf den Blüten. Je nach Sorte duften ihre Blätter in den verschiedensten Aromen von Rosenduft über Schokolade bis zu Zitrone.

Welche Geranien sind robust?

Geranien sind vor allem deswegen beliebt, weil sie eine ansehnliche Blütenpracht mit geringen Ansprüchen verbinden. Abgesehen von regelmäßigen Düngergaben und etwas Wasser stellen sie kaum Ansprüche. Am pflegeleichtesten sind viele Arten von stehenden Geranien. Aber auch Kreuzungen aus verschiedenen Gruppen, zum Beispiel stehenden und hängenden Geranien, können kräftig und witterungsbeständig sein. Beachten Sie, dass gefüllte Blüten oft anfälliger für Hitze und Verkleben bei Regen sind als ungefüllte Sorten.

Welche Geranien Farben passen zusammen?

Geranien gibt es in einer Vielzahl an verschiedenen Farben. Die Farbpalette reicht von rein weißen Blüten über zartes Rosa, kräftiges Orange oder Pink und leuchtendem Rot bis zu dunkelroten oder violetten Blüten, die fast schwarz wirken. Dabei sind die Blüten nicht auf einzelne Farben beschränkt. Es gibt durchaus Sorten und Züchtungen, die mehrfarbige Blüten haben. 

Für den klassischen Bauernhaus-Stil bieten sich leuchtend rote Geranien an, die Sie auch gut mit weißen oder rosafarbenen Blüten und Sorten kombinieren oder mischen. Die große Auswahl verschiedener Blütenfarben eröffnet Ihnen eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten. Dabei sollten Sie sich aber auf zwei bis drei verschiedene Arten beschränken, sonst kann das Bild schnell zu unruhig werden. Prinzipiell kombinieren Sie am besten eine kräftige Farbe mit einer eher dezenten Pastellnote. Das ergibt für das Auge eine zwar aufregende, aber nicht überzeichnete Blütenpracht.

Welche Geranien sind bienenfreundlich?

Die meisten stehenden und hängenden Geranien produzieren als Hybride leider weder Nektar noch Pollen und sind daher keine Nahrungsquelle für heimische Bestäuber. Anders sieht das bei den Duftgeranien und einigen Edel-Geranien der Sorte Grandiflorum aus. Sie blühen aber oft nicht so lange und ausdauernd. 

Wer nicht auf die Blütenpracht von stehenden und Hänge-Geranien verzichten will, kann diese mit unscheinbareren, aber nektarreichen Blüten wie Lavendel, Malve, Katzenminze, Kornblumen oder Ringelblumen kombinieren. Zumindest als optisches Signal taugen die farbenprächtigen Geranienblüten nämlich fantastisch: Schon von Weitem nehmen Bienen wahr, dass hier etwas blüht.

Welche Geranien helfen gegen Mücken?

Die meisten Duft-Geranien stinken Stechmücken und Trauerfliegen gewaltig. Die ätherischen Öle in ihren Blättern verbreiten Aromen, die für uns Menschen eher angenehm sind: Sie riechen nach Rose, Minze oder Zitrone. Viele Insekten meiden die starken Gerüche aber. So sind Sie umgeben von einigen Duft-Geranien sicher vor lästigen Blutsaugern.

Wer frisst Geranien?

Wenn Ihre Geranien angefressen sind und die Blätter Löcher aufweisen, sind meist Raupen die Übeltäter. Die meisten Schnecken halten sich hingegen von Geranien fern. Sind zwar die Blätter heil, aber die Blüten abgefressen, kommen Feldmäuse oder andere kleine Nagetiere in Frage. 

Wie kann man Geranien überwintern? Wann muss ich Geranien reinholen?

Geranien sind zwar insgesamt sehr robust, vertragen aber keinen Frost. Daher sollten Sie die Pflanzen im Herbst, bevor die ersten Nachtfröste drohen, in ein wärmeres Winterquartier bringen. Dort ist es im Idealfall 5 bis 10 °C warm und hell. 

Wenn Sie genug Platz haben, zum Beispiel in einem Wintergarten, können Sie die Geranien einfach in ihrem Pflanzgefäß nach drinnen stellen. Ansonsten können Sie sie auch auspflanzen, zurückschneiden und in einer Kiste aufbewahren. Wichtig ist, dass Sie die Pflanzen auch im Winter regelmäßig auf Schädlinge oder Krankheiten kontrollieren.

Wann kann ich Geranien pflanzen?

Geranien wachsen und blühen zuverlässig ab Temperaturen von mehr als 10 °C. Ist es kälter, stellen sie ihr Wachstum ein. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sterben die Pflanzen außerdem schnell ab. Deswegen pflanzen Sie die Dauerblüher am besten erst dann nach draußen, wenn es zuverlässig mild ist. Das ist meist etwa ab Mai der Fall. Wer mutig ist, kann auch schon früher starten, muss die Pflanzen dann aber unter Umständen bei Temperatureinbrüchen über Nacht wieder ins Haus holen.

Wie muss man Geranien schneiden?

Die meisten Geranienarten wie Hänge-Geranien und stehende Geranien blühen den ganzen Sommer über. In dieser Zeit können Sie auf starke Rückschnitte verzichten. Entfernen Sie lediglich die verblühten Triebe. Dadurch investiert die Pflanze mehr Energie in neue Blüten und Pilzkrankheiten können sich weniger gut ausbreiten. Vor dem Umzug ins Winterquartier schneiden Sie Geranien radikal zurück und entfernen alle Blätter sowie die Triebe etwa zur Hälfte. Dadurch verbraucht die Pflanze in der Ruhephase weniger Energie.

Wann muss ich Geranien zurückschneiden?

Bevor Sie Geranien im Herbst nach drinnen holen, sollten Sie sie Radikal zurückschneiden. Dadurch verlieren die Pflanzen im Winterquartier nur wenig Wasser und müssen nicht gegossen werden. Im Frühjahr vor dem Auspflanzen entfernen Sie noch einmal abgestorbene oder Geiltriebe und kürzen die Wurzeln etwas ein.

Wie muss ich Geranien pflegen?

Geranien haben kein Problem mit Wärme und Sonne. Je heißer es ist, desto regelmäßiger müssen Sie die Pflanzen aber gießen. Für das Ausbilden ihrer Blütenpracht benötigen Duft-, Hänge- und stehende Geranien außerdem viele Nährstoffe. Deshalb düngen Sie sie am besten etwa einmal pro Woche mit einem Flüssigdünger über das Gießwasser. Außerdem sollten Sie verblühte Triebe entfernen, um die Bildung neuer Blüten anzuregen und Krankheiten vorzubeugen.

Wie kann ich Geranien vermehren?

Geranien können Sie entweder aus Samen selbst ziehen oder durch Stecklinge vermehren. Wählen Sie dazu am besten den Spätsommer und schneiden Sie fingerlange Triebe ohne Blüten oder Knospen ab. Dann entfernen Sie alle bis auf die zwei obersten Blätter und stecken das untere Ende in Pflanzerde. Ältere Pflanzen können Sie außerdem beim Umtopfen im Frühjahr teilen.

Wie muss man Geranien gießen?

Geranien mögen es weder zu trocken noch zu nass. Staunässe schadet den Pflanzen aus dem heißen Afrika aber wesentlich mehr als ein leichter Wassermangel. Deswegen sollten Sie Ihre Geranien keinesfalls zu viel gießen. Am besten ist es, wenn Sie sie ein bis zweimal in der Woche leicht bewässern. An heißen Sommertagen wählen Sie dazu am besten die kühlen Morgen- oder Abendstunden.

Was passt zu Geranien im Blumenkasten?

Kombinierte Balkonkästen mit Geranien und anderen Blüten erfreuen nicht nur das Auge, sondern auch Bestäuber, die auf Nektar und Pollen angewiesen sind. Achten Sie darauf, Pflanzen zu wählen, die ähnliche Ansprüche wie die gewählte Geranienart haben. Außerdem sollten Sie genug Abstand einhalten, damit sich alle Pflanzen ungestört entfalten können. Prinzipiell sind Ihnen bei der Auswahl der passenden Begleiter kaum Grenzen gesetzt. Damit das Gesamtbild nicht zu unruhig wird, sollten Sie sich aber auf eine bis zwei Hauptfarben bei den Blüten beschränken und am besten größere und kleinere Blüten kombinieren.

Was hilft bei Geranienrost?

Geranienrost gehört zu den häufigsten Krankheiten bei diesen Pflanzen. Es handelt sich hierbei um eine Pilzinfektion, die sich in Form von braunen Kreisen auf der Blattoberseite und gelben Flecken an der Unterseite äußert. Im weiteren Verlauf werden die Blätter gänzlich braun und fallen ab. Um Geranienrost vorzubeugen, sollten Sie beim Gießen die Blätter der Geranien aussparen und möglichst nur das Erdreich wässern. Nasses Laub ist nämlich anfälliger für Geranienrost.

Geranienrost ist ansteckend. Stellen Sie die Krankheit bei Ihren Pflanzen fest, müssen Sie daher alle betroffenen Blätter entfernen und entsorgen. Danach sollten Sie Ihre Hände oder die entsprechenden Gartenhandschuhe waschen. An diesen können Sporen haften, die später die Krankheit wieder ausbrechen lassen. Bei starkem Befall hilft oft nur noch der Einsatz spezieller Fungizide. Diese töten die Pilze ab, müssen aber verantwortungsvoll dosiert werden, weil sie sonst der Umwelt schaden können.


Was muss man beim Geranien pflanzen beachten?

Der größte Feind gesunder und blühender Geranien ist Staunässe. Sie sollten beim Pflanzen Ihrer neuen Hänge- oder Duftgeranien deswegen unbedingt auf eine gute Drainage achten. Indem Sie die unterste Schicht des Pflanzgefäßes mit Kieseln oder Sand befüllen gehen Sie sicher, dass Wasser immer gut abläuft und nicht im Wurzelbereich stehen bleibt. Ansonsten freuen sich Geranien über nährstoffreiche und lockere Erde. Genug Platz ist ebenfalls wichtig. Setzen Sie mehrere Pflanzen mit mindestens 20 Zentimetern Abstand, damit die schnellwüchsigen Geranien sich ungestört ausbreiten können.

Was kosten Geranien?

Die Preise für Geranien sind eng an die jeweiligen Sorten geknüpft. Besonders preiswert sind Geraniensamen. Wenn Sie den Aufwand in Kauf nehmen, die Pflanzen selbst zu ziehen, können Sie bereits 20 Stück für weniger als einen Euro bekommen. Wer nicht so viel Platz und Geduld hat, bevorzugt den Kauf fertiger Pflanzen. Günstige Arten bekommen Sie hier bereits für etwa einen Euro pro Pflanze. Besonders eindrucksvolle Sorten mit beeindruckenden Blüten kosten aber zum Teil bis zu 20 Euro pro Pflanze.

Wo kann ich Geranien überwintern?

Geranien mögen es im Winter kühl und hell. Ideal ist damit ein Wintergarten, in dem die Temperatur nicht unter 5 bis 10 °C absinkt. Eine gute Alternative sind unbeheizte Treppenhäuser, ein frostfreies Gartenhaus oder helle Kellerräume. Im Wohnraum ist es zu warm für die Geranien. Hier würden sie zu früh wieder austreiben und dadurch absterben.

Wo kann man Geranien einpflanzen?

Geranien sind vor allem als Balkonpflanzen in Blumenkästen und Pflanztöpfen beliebt. Das liegt daran, dass sie relativ wenig Platz brauchen, um ihre beeindruckende Blütenpracht zu entfalten. Gleichzeitig lassen sich die Kübel und Kästen im Winter leicht nach drinnen holen. Natürlich können Sie Geranien auch in den Vorgarten oder Blumenbeete pflanzen. Dann müssen Sie die Pflanzen im Herbst aber wieder ausgraben, weil Geranien in der Regel nicht winterhart sind.

Wo wachsen Geranien am besten?

Pelargonien mögen sonnige bis halbschattige Standorte. Bei den meisten Arten besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Standort und der Ausbildung der Blüten: Je mehr Sonnenstunden die Geranien bekommen, desto mehr blühen sie. Achten Sie aber darauf, Pflanzen in der prallen Sonne genug zu gießen. Hänge- und stehende Geranien wachsen am besten windgeschützt, weil ihre Stängel dann nicht abbrechen können. Gefüllte Blüten sollten außerdem vor Regen geschützt sein, weil sie sonst schnell verkleben und faulen können.

Warum bekommen meine Geranien gelbe Blätter?

Gelbe Blätter sind bei Pelargonien ein typisches Anzeichen für Nährstoffmangel. Oft fehlt den Pflanzen Eisen. Achten Sie deshalb darauf, dass das Düngemittel, das Sie benutzen, Eisen enthält. Stellen Sie Eisenmangel bei Ihren Geranien fest, hilft die Anwendung eines speziellen Eisendüngers. Dosieren Sie diesen aber unbedingt vorsichtig und nach den Empfehlungen des Herstellers.

Warum blühen meine Geranien nicht?

Das Ausbleiben der für Geranien typischen Blütenpracht kann viele Gründe haben. Einerseits wird die Blütenbildung durch Sonne angeregt. Wenn die Pflanzen nicht genug Licht haben, bilden sie auch kaum oder gar keine Blüten. Ein anderer Grund kann eine Überversorgung mit Nährstoffen sein. Meinen Sie es zu gut mit Ihren Geranien, nutzen diese das reiche Angebot an Stickstoff, um vermehrt Blätter zu bilden. Die Blüten bleiben dabei auf der Strecke. Bilden Ihre Geranien zwar Blütenknospen, diese vertrocknen aber und fallen ab, dann liegt das häufig an zu viel Feuchtigkeit bis hin zur Staunässe.

Warum bekommen meine Geranien rote Blätter?

Rote Blätter und Blatträndern zeigen sich bei Geranien als Stressreaktion auf Umwelteinflüsse. Sie können entstehen, wenn die Pflanzen zu sehr austrocknen. Auch bei starken Temperaturschwankungen reagieren Pelargonien zum Teil mit der Rotfärbung ihrer Blätter. Ein Grund für starke Besorgnis ist das nicht. In der Regel schaden leicht rote Blätter den Pflanzen nicht.

Warum werden meine Geranien braun?

Der häufigste Grund für braune Verfärbungen bei Pelargonien ist der Geranienrost. Die Pilzerkrankung befällt zuerst einzelne Blätter und breitet sich dann von dort aus. Entfernen Sie braune Blätter deswegen so schnell wie möglich und entsorgen Sie diese. Achten Sie außerdem darauf, dass die Blätter der Geranien nicht nass werden. Das macht sie nämlich anfällig für Krankheiten. Braune vertrocknete Blätter können aber auch auf Wassermangel oder einen Überschuss an Nährstoffen hinweisen.

Warum verlieren die Geranien ihre Blüten?

Der häufigste Grund für vertrocknende und abfallende Blüten ist bei Geranien Staunässe. Wenn das Wasser nicht ablaufen kann, fängt es im Kasten an zu faulen und greift die Wurzeln an. Die Pflanze muss dann ihren Energiebedarf anpassen und schmeißt ihre Blüten ab. Achten Sie deshalb beim Einpflanzen von Geranien immer auf eine gute Drainage!